These 1: Man sollte den Roman nicht autobiographisch lesen.
![]() |
| Ein Roman ist nie das Spiegelbild der Realität |
These 2: Charlotte Roches Sprache baut eine Mauer aus Wörtern.
![]() |
| Was ist dahinter? |
Wenn ich in meinem Post über John Lennon geschrieben habe, dass Kunst Gefühle ausdrücken und sichtbar machen soll, so passiert in den Schossgebeten das Gegenteil (was nicht heissen soll, dass es sich um keine Kunst handelt): Gefühle werden von der Sprache systematisch überspielt und ferngehalten. Das ist über weite Strecken lustig zu lesen, denn Ironie, Galgenhumor und Sarkasmus sind ja patente Gefühlskiller. Doch irgendwann wurde es für mich dann doch etwas eintönig. Irgendwann begann ich nach Elisabeth Kiel (nicht Charlotte Roche!!) zu suchen. Wer ist sie wirklich? Wo ist sie? Irgendwo hinter dem flapsigen Nebel aus wirklich humorvollen (Selbst-)Beobachtungen, oft auch Selbstzerfleischungen, vor allem dort, wo die Hauptfigur zwischen Realität und manischen Perfektionismus aufgerieben wird (Sie hat sogar den Anspruch, die beste und interessanteste Patientin für ihre Therapeutin zu sein).
These 3: Der Roman ist (wie sein Vorgänger) gänzlich unerotisch.
![]() |
| Keine Erotik. Da hilft auch kein rotes Licht. |
These 4: Paartherapie bringt mehr als Einzeltherapie
![]() |
| So in etwa sieht Frau Dr. Drescher aus |
These 5: Der Schluss ist grossartig.
![]() |
| Erst am Schluss bricht der Damm. Dann aber wirklich. |





Da sind sie ja wieder Herr Castorp...
AntwortenLöschenOb ich das Buch wirklich lesen will, ist mir jetzt immer noch nicht so ganz klar. Feuchtgebiete habe ich mir auch nicht zu Gemüte geführt, obwohl ich es geschenkt bekam...
In einer Rezension las ich etwas von englischem Humor, den ich eigentlich sehr gerne mag.
Würde es sich dafür lohnen????
Ja, da bin ich wieder, Frau Karfunkel. Ich bin froh, dass Sie nicht wissen, ob Sie das Buch lesen wollen oder nicht. Ich möchte hier keine Lektüretips abgeben. Am Ende bin ich schuld, wenn jemand ein schlechtes Buch gelesen hat.
AntwortenLöschenDas mit dem englischen Humor könnte ich eventuell bestätigen, wenn ich denn wüsste, was das "Englische" am "englischen Humor" ist. Aber lustig ist das Buch zuweilen schon. Frau Roche, pardon, Frau Kiehl, berichtet - sagen wir mal - der unverblümt. Wenn Ihnen sowas zusagt....
Nein, nein...so eine bin ich nicht, die dann später sagt: "der bl**e Castorp, hätt ich mal nicht auf den gehört*....Da über nehme ich schon immer die Verantwortung....
AntwortenLöschenAch nee, ich galube, ich kemme mir auch das zweite von Frau Roches Ergüssen...
Trotzdem Danke
..ich *klemme*....
AntwortenLöschenohhhhhhhhhhhhh, mir das Buch natürlich....
AntwortenLöschenNichts für mich, ich fand das erste schon bedenklich in der Aussage, das zweite habe ich mir in der Kurzfassung nur angehört.
AntwortenLöschenIch mag Charlotte Roche sehr, aber ihre Bücher?
Ekelig und Verzweifelt in Summe und es sind nicht sie Schilderungen der Sexszenen, sondern mehr ihre Geschichten drum herum.
Sein eigenes Erbrochenes trinken? Nein danke!
@Vanilla: Die "Aussage" von Feuchtgebiete? Ich finde es recht schwierig, einem Buch eine "Aussage" zuzuschreiben. Was könnte die Aussage von Feuchtgebiete sein? Dass man seine Kindheit irgendwann hinter sich lassen und seinen eigenen Weg gehen muss? Finde ich als Aussage nicht so schlecht.
AntwortenLöschenWas das Erbrochene und dergleichen betrifft... Man sollte sich bei ihren Büchern nicht allzu sehr vom "Schweinekram" (O-Ton Roche) ablenken lassen.