Ähnlich geht es mir. Ich habe Schulden angehäuft in den letzten Wochen, Monaten, Jahren. Nicht finanzielle Schulden, Gott bewahre, aber Zeitschulden. Die Aufgaben, die Verpflichtungen, die sich in der Vergangenheit angesammelt haben (ok, ja, sie haben sich nicht selber angesammelt...) , konnte ich nicht durch den Abbau von anderen interessanten, aber zeitfressenden Beschäftigungen kompensieren. Also, ich hätte wohl können, aber ich habe es nicht gemacht.
Nun ist aber sozusagen Notstand ausgebrochen. Mein Zeitmanagement ist aus dem Ruder. Wenn zu Hause das Telefon klingelt, möchte ich wieder neugierig sein und mich fragen, wer wohl am anderen Ende der Leitung ist. Momentan überkommt mich immer die angstvolle Frage: Was habe ich wieder vergessen? Welcher Freund, den ich vernachlässigt habe, ruft wohl jetzt wieder an?
Eine dieser Beschäftigungen, die vor noch nicht ganz einem Jahr mein Leben bereichert, aber auch belastet hat, ist das, was ich im Moment tue: Bloggen. Oft habe ich das Schreiben genossen. Manchmal ist mir mein Blog aber auch zur Last geworden. Diese Momente haben sich in letzter Zeit immer mehr gehäuft. Darum werde ich aufhören zu bloggen. Der Plan war, am 7.September mein Abschieds-Post aufzuschalten, genau ein Jahr nach meinem ersten Post. Doch ich weiss nicht, ob es das bis dahin schaffe. Oder doch... Ich weiss, dass ich es bis dahin nicht schaffe. Es gibt da nämlich noch Posts, die ich mir vorher noch von der Seele schreiben muss. Und bis es soweit ist, bleibe ich hier auf Sendung, wenngleich die Posts ja schon jetzt spärlich fliessen.
Bevor ich hier aber meinen Abschied gebe - hier eine kleine Vorausschau auf das, was noch ansteht. Coming soon, sozusagen.
1. Die im Kommentar versprochene Typologie der Erotik. Wer den Begriff googelt (habe ich getan, vielleicht hat ja schon mal jemand darüber geschrieben und es auch so genannt) stösst auf Astrologisches. Definitiv nicht mein Feld.
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| Wie man sieht, gibt es noch sinnentleertere Methoden, Zeit zu investieren..... |
2. Drei Filme, ein Thema. Und warum diese Filme mein Leben geprägt haben.
3. Das letzte Album der Beatles. Warum die Beatles nicht die beste Band aller Zeiten waren und warum bis heute immer noch jeden Tag Hunderte (hunderte?) von Leuten im Gänsemarsch einen Zebrastreifen in London überqueren und sich dabei fotografieren lassen.
4. Musikalischer Showdown, Abschiedsworte
Bis mehr oder weniger bald, aber nicht mehr lange
Castorp






Was für ein Jammer! Ich kann deinen Entschluss verstehen, aber ich werde dich dennoch vermissen. Wenn ein geschätztes Blog von der Bildfläche verschwindet, ist das immer ein Verlust.
AntwortenLöschenWenigstens gibt es noch ein paar Artikel, auf die wir uns freuen können. Das ist zumindest ein kleiner Trost.
Ich freu mich, wenn es irgendwann wieder weitergeht. Bis dahin wünsche ich dir viel Erfolg und gutes Gelingen, bei dem was du alles vorhast. Ich kann dich gut verstehen.
AntwortenLöschenHerzliche Grüße
Svenja
Mmmh...
AntwortenLöschenAufhören finde ich blöd!
Eine Pause (und wenn sie Monate dauert) fände ich gut!
Und sich um die wesentlichen Dinge im Leben kümmern finde ich großartig!
Alles Gute!
Seltsame Abschiedsankündigung!
AntwortenLöschenWarum schreibst du nicht, wenn dir danach ist - und lässt es sein, wenn du keine Zeit oder Lust hast?
Ich schreibe seit 1996 im Web, seit 2003 heißt das Bloggen, mittlerweile hab ich sieben Blogs, die ich wahrlich nicht alle in festem Rhythmus bediene, sondern eben dann, wenn es passt. Und grade plane ich ein weiteres...:-)
Ein Jahr ist doch noch keine Zeit! Mach halt Pause bis irgendwann... warum denn nicht?
(schade finde ich hier, dass man nicht mit Name/Url kommentieren kann, sondern seine Kommentardaten den bekannten Kraken noch mit auf den großen Haufen werfen muss).
Getreu meinem Motto: "Reisende soll man nicht aufhalten" sage ich nicht meine wirkliche Meinung zu Deiner Ankündigung. Die kannst Du per Mail anfordern, wenn Du magst. Ich sage hier und jetzt nur es ist schade, dass Du gehst. So long, lieber Castorp
AntwortenLöschenIch habe Dir einen Preis verliehen, vielleicht besuchst Du mich einmal auf meinem Blog?
LöschenHallo,
AntwortenLöschenso an und an und nicht jeden Tag habe ich in deinen Blog hinein geschaut. Themenauswahl stimmt, ist klasse zu lesen, es kommen Botschaften rüber, bei Musik haben wir ungefähr denselben Geschmack. Schade, dass du aufhörst. Mir würde auf jeden Fall etwas fehlen, wenn ich nicht mehr bloggen würde.
Gruß Dieter
Ich kann Claudia nur zustimmen! Wieso denn gleich alles hinschmeissen? Mach doch einfach eine Pause. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man immer mal wieder an diesen Punkt kommt und der Blog plötzlich Bestandteil der "To-Do-Liste" wird, die es abzuarbeiten gilt. Es liegt an Dir, diese innere Einstellung zu ändern. Niemand verlangt von Dir dreimal wöchentlich ein neues Post!
AntwortenLöschenDie Leser, die sich für Deine Meinung interessieren, werden Dir auch dann die Treue halten, wenn Du ein paar Wochen oder Monate von der Bildfläche verschwindest. Und letztlich geht es ja darum, dass man sich etwas "von der Seele" schreiben kann. Und wenn man damit anderen Menschen aus dem Herzen spricht oder sie zum Nachdenken animiert, ist das doch eine feine Sache. Und das Schreiben hilft, die Gedanken zu sortieren.
Ich hoffe jedenfalls sehr, dass die Damen Rostkopp und Karfunkel sich irgendwann wieder zu Wort melden und es würde etwas fehlen, wenn Castorp für immer aus unseren Bloglisten verschwinden würde. Wer soll denn in seine Fussstapfen treten? Keiner kann so schön polarisieren...