Sonntag, 13. Mai 2012

Grand Prix de Berne - Kurzbericht

Beginnen wir mit dem Positiven: Trotz Übergewicht und unterirdischen Trainingsstand bin ich die - Achtung, keine Ironie!! - 10 schönsten Meilen der Welt gelaufen. Das sind - für den Laien erläutert - etwas mehr als 16 km durch die neben Kopenhagen nachweislich schönste Stadt der Welt.

Weiter Positives: Das Wetter mag für die Zuschauer unerfreulich gewesen sein, für uns Aktive war es der reine Segen, nachdem noch 24 Stunden vorher sommerliche 30 Grad herrschten. Und: Dieses Jahr war die Banane, die mir am Ziel überreicht wurde, reif. Und es gibt keine bessere Frucht auf Erden als eine reife Banane nach 16,09 km Jogging, wobei die letzten vier Kilometer mehr durchlitten als bestritten waren. Und was auch noch an Positivem zu erwähnen ist: Joggerinnen sind in der Regel sehr erfreuliche Erscheinungen, auch wenn auch sie einen gnadenlos abhängen.

Weil ich letztes Jahr mit einigen Kilos weniger und gut trainiert eine passable Zeit gelaufen war, wurde ich von den Veranstaltern grosszügig in den 12. Startblock eingeteilt. Das Tempo meiner diesjährigen Mitläufer und Mitläuferinnen überforderte mich konstant. Ich wurde zu 95 % überholt bald einmal auch vom 13. und dem 14 Startblock, im Tierpark auch von einer dubiosen Gestalt, aber davon später. Ich kam geschlagene acht Minuten später im Ziel an als noch ein Jahr früher. Sollte ich in einem Jahr wieder über einen normalen Formstand verfügen, wird es ein munteres Überholen meinerseits. 

Noch zum Lowlight von gestern. Im Anstieg zum Thunplatz (führt durch den Wald, das einzige Teilstück, das nicht asphaltiert ist) wurde ich von einem Mann überholt, der 

a) barfuss lief und
b) knurrte beim Atmen

Seltsam. Aber überholt hat auch d e r mich. 


5 Kommentare:

  1. Ich gratuliere dir ganz herzlich zu dieser Leistung. Sechzehn Kilometer, meine Güte. Ich habe eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie lang sich das anfühlt, denn ich bin früher 5.000 m gelaufen, aber das reichte auch. Überfordere dich nicht und hab Spaß dabei, aber wenn ich dich so lese, brauche ich mir wohl deshalb keine Sorgen zu machen. Solange du noch knurrende Barfußläufer warnimmst...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Etwas mulmig war mir schon, als es hinter mir geknurrt hat. Schliesslich ist man als Jogger immer auf der Hut vor verhaltensauffälligen Hunden und ausserdem ist das Bärengehege nicht weit von der Stelle entfernt.

      Löschen
  2. Knurrende Barfussläufer? Du meine Güte, da habe ich ja echt was verpasst! Ganz abgesehen davon, dass ich Dich natürlich gerne am Strassenrand angefeuert hätte! Falls Du nächstes Jahr wieder den GP läufst und ich Dich an Deinem Namensschild erkenne (Du wirst sicher der einzige Castorp sein!), werde ich in der Nähe des Bärengeheges warten und Dich anknurren ähm anfeuern wollte ich sagen und Dir ein Getränk in die Hand drücken! Überleg's Dir!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nächstes Jahr werde ich so schnell sein, dass du mich gar nicht sehen wirst.

      Löschen
  3. Da sag ich nur: Toi, toi toi! ;-)

    AntwortenLöschen