Wenn man sich als Schweizer bemüht, Hochdeutsch zu sprechen, dies aber nur mit Akzent hinkriegt, meint die Gegenseite, sie verstehe gut Schweizerdeutsch. Süss!! Und erst die schockierten Mienen, wenn man dann w i r k l i c h Dialekt spricht!!
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| Vielleicht, muss noch schauen. |
9. Musik
Lange haben wir ja geglaubt, gute Musik könne nur auf Englisch gesungen werden. Und wenn nicht auf Englisch, dann bitte auf Berndeutsch. Hochdeutsch und populäre Musik? Vergiss es!
Doch weit gefehlt. Hochdeutsch ist eine wundervoll poetische Sprache für Popmusik.
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| Poesie: Grönemeyer in der Schweiz |
8. Brot und Bier
Immer, wenn unsereins in Deutschland ist, fragen wir uns: Wie bekommen die nur so tolles Brot hin? Und warum können unsere Bäckereien nicht solches Brot herstellen? Und warum kommen keine deutschen Bäcker zu uns in die Schweiz, um so tolles Brot zu backen? Gilt übrigens auch für Bier. Hier trinke ich kaum welches. Nur in Germany ist es mir passiert, dass ich gierig nach dem Zeug wurde und nachbestellte.
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| Sucht man in der Schweiz vergebens: wirklich g u t e s Brot |
7. Feindbild
Es gibt nichts Identität Stiftenderes als einen gemeinsamen Feind. Den erkennen wir Deutschschweizer und Deutschschweizerinnen im übermächtigen, grossen Nachbarland. Klar: Die Deutschen sind grossmäulig, angeberisch und arrogant. Sie sprechen viel und schnell, sodass man nicht mehr zu Wort kommt.
Wenn wir dann dann real existierenden Deutschen begegnen (was seit ca. drei Jahren fast jeden Tag passiert), sind wir in der Regel überrascht, wie wenig diese Deutschen mit unserem Bild der Deutschen zusammenpassen. Der Moment der Ratlosigkeit ist bald überwunden: Es müssen Ausnahmen sein! Die anderen Deutschen s i n d so, wie Deutsche eben sind.
| Ein Feind, ein guter Feind, .... |
6. Touristen
Ungeachtet des schlechten Images, das Deutsche bei Teilen der Schweizer Bevölkerung haben, kommen sie frohen Herzens in unser Land, loben die Freundlichkeit der Leute, die schöne Landschaft, den tollen Käse und die verführerische Schokolade und lassen jedes Jahr viel Geld in unseren Tourismusgebieten liegen. Diese Liebe ist unzerstörbar. Und in ehrlichen Momenten müssen wir zugeben: gegenseitig.
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| Love is in the air! |
5. Abschreckendes Beispiel
Deutsche halten sich nicht selten für die Weltmeister im Jammern und Klagen. Wir Schweizerinnen und Schweizer können auch klagen, und zwar nicht zu knapp. Doch weil die Deutschen es ja so viel besser können als wir, finden wir immer einen Ausweg aus der Klage.
Wann immer wir also uns aufregen über hohe Krankenkassenprämien, Steuerlasten und ähnliche Unbill - Irgendwann kommt die Erlösung, die da lautet: Aber bei den Deutschen ist alles noch viiiieeel schlimmer.
Und schon geht es uns wieder gut.
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| Uns geht es schlecht, aber andern noch viel schlechter |
4. Stützen der Gesellschaft
Was wären unsere Spitäler ohne deutsches Personal? Wo wären unsere Universitäten? Wer würde unsere Loks und Busse fahren? Unsere Wirtschaft würde ohne deutsches Fachpersonal, das in Deutschland für teuer Geld ausgebildet wurde und nun bei uns arbeitet und Steuern bezahlt, schlicht wegsacken. So ist das.
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| Bis dato prominentester deutscher Wissenschaftler in der Schweiz |
3. Literatur
Ohne Thomas Mann - den Schöpfer Hans Castorps - gäbe es das Pseudonym des Autors dieses Blogs gar nicht. Wo soll man anfangen? Goethe war ein treuer Schweizreisender. Schiller hat den Wilhelm Tell geschrieben. Und wir haben ihm im Vierwaldstättersee ein Denkmal gesetzt. Und manchmal können auch Schweizer oder Schweizerinnen etwas zur deutschsprachigen Literatur beitragen. Und die haben wir dann gemeinsam.
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| Castorp und Settembrini in Davos. Placet experiri. |
2. Revolution
Alle hatten ihre Revolutionen. Frankreich die berühmteste. Wir haben unseren Aufstand gehabt gegen das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Eidgenossen! Italien wuchs zum Nationalstaat, die U.S.A räumten mit der Sklaverei und 100 Jahre später mit der Diskriminierung auf, England hat seit gefühlten 1 Mio. Jahren ein Parlament.
Nur die Deutschen haben es nie richtig auf die Reihe gekriegt. Bis es dann doch klappte. Und wie! Eine friedliche Revolution. Unblutig. Und weg war die Mauer!
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| Einigkeit und Recht und Freiheit |
1. Bundesligafussball
Schweizer, die Fussball lieben, wurden von klein auf ins Exil vertrieben. Wer immer hierzulande vom Fussballvirus gepackt war, hat schon als Kind um 18 Uhr auf ARD die Sportschau geguckt. Fussball ist in Deutschland auch heute noch so viel besser, schneller, präziser und aufregender als hier, dass man manchmal das Gefühl bekommt, es handle sich um zwei verschiedene Sportarten. Und sogar die Deutsche Nationalmannschaft spielt mittlerweile den besten Fussball der Welt.
Nachdem nun unsere Kummernati nicht an der nächsten EURO dabei sein wird, da das Spiel gegen Wales so desaströs verlief wie der gleichzeitige Verkupplungsversuch (Wales 2, Schweiz 0 und rote Karte), werde ich moralische Unterstützung nach Norden liefern. Nächstes Jahr sind die Katalanen fällig!
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| Fussball von einem anderen Stern |
Ausser Konkurrenz: Loriot









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