Doch was zuerst nach einem harmlosen Konzertbesuch aussah, bei dem ich (freiwillig, ich wurde nicht gezwungen) auf die Übertragung des kapitalen Länderspiels unserer Fussballnationalmannschaft verzichte, artet in etwas aus, was mir grösste Bedenken macht: Es wird ein Verkupplungsabend.
Und das kam so: Eine Freundin meiner Frau fragte an, ob sie (wir) nicht jemanden kennen würden, also einen Mann, um es genau zu sagen, der single ist. Er sollte ein häuslicher Typ sein, harmoniebedürftig, muss nicht gut aussehen, im Gegenteil, besser, er sieht nicht so gut aus.
Kennen wir.
Sie kenne da nämlich jemanden, also eine Frau, um es genau zu sagen, die single ist und sich genau so einen Mann wünsche.
Womit ich ein sicherlich bezauberndes Konzert erleben werde (ja, ich weiss schon, warum ich an dem Abend auf Fussball verzichte) und anschliessend, wenn wir alle zusammen noch etwas trinken gehen, der Peinlichkeit eines Verkupplungsabends unterworfen sein werde.
Denn: Der Mann, den wir kennen, ist ein sensibler, feinfühliger Typ. Der merkt das. Der ist nicht so wie ich, der nie irgendetwas merkt. Und das macht es noch viel, viel, viel peinlicher.
Wer Liebespaare und Ehen stiften will, befindet sich meiner Meinung nach auf dem Holzweg. So wenig, wie man sich eine Fussballmannschaft zusammenkaufen kann, die dann Meister wird (ausser man spielt in der andorranischen oder färingischen Liga), kann man Paare künstlich zusammenbringen. Es ist so, als spiele man den verrückten Wissenschaftler in einer alten amerikanischen Komödie.
Warum nur ist es so schwierig zu verstehen? Die Liebe kommt dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Wenn man sie gar nicht erwartet, um genau zu sein.
Sie kam bei mir früh an einem Novembermorgen im Zug, als ich mich verschlafen über irgendein Schulbuch beugte. Sie kam exakt drei Wochen, bevor ich für ein Jahr ins Ausland ging. Die Liebe kam bei mir vor allem dann, als ich sie gar nicht brauchen konnte. Als ich alles andere im Kopf hatte, als mich zu verlieben.
Liebe künstlich erzeugen zu wollen heisst, wie die Horde von Hippies anno 1969 den Regen wegskandieren zu wollen. No rain, no rain, no rain.....
Come love! Come love! come love!
Allen anderen wünsche ich von Herzen einen schönen Freitagabend.




Oh Gott, wie schrecklich! Auch das Anliegen ist schrecklich!
AntwortenLöschenDeine eigene Liebesgeschichte ist natürlich nicht schrecklich ;-)
Liebe Grüße aus dem verregneten Norden!
Also, wenn ich das richtig verstanden habe, geht Ihr da bloss zu viert an dieses Konzert??? Oder sind da noch ein halbes Dutzend Freunde dabei, die Euch aus der Patsche helfen können, wenn die beiden sich schüchtern anschweigen oder was ja durchaus sein könnte, dieses ganze Arrangement mindestens genauso peinlich finden wie Du?! Mir war es schon beim Lesen Deines Posts ein wenig peinlich... Und wieso um Himmels Willen will sie einen Mann, der nicht gut aussieht? Und sie ist nicht einmal eine Freundin Deiner Frau sondern eine Kollegin einer Freundin Deiner Frau? Diese Rahmenbedingungen sind so "speziell" - das kann fast nur ein guter Abend werden! Und wenn aus den beiden tatsächlich ein Paar wird, dann wäre das wohl sowas wie ein Lottosechser! Und die Kuppler dürfen dann jeweils als "Belohnung" die Hochzeit organisieren. Toi, toi, toi. ;-)))
AntwortenLöschenFalls die Beiden tatsächlich ein Paar werden, ist das vermutlich die pure Verzweiflung!
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