Von Monsterlawine zerquetscht
4 Schweizer Tourenfahrer in Norwegen getötet. Zwei Gedanken. Warum gehen die nach Norwegen zum Tourenskifahren? Zweiter Gedanke. Warum gibt es immer so ein mediales Brimborium, wenn Landsleute irgendwo ums Leben kommen oder entführt werden? Was macht es für einen Unterschied, ob das zerquetschte Schweizer waren oder zerquetschte Deutsche, Iren, Mexikaner oder Mongolen?
Die Landkarte des Glücks
Wie und wo wird man in der Schweiz happy? Eine neue Studie gibt Auskunft. Hmmmm... Erstmal: Was nützt uns so eine Studie? Macht sie uns glücklicher?
Alsdann: Platz 1, nein, nicht das Millionenzüri. Sondern "Menschen in der Region Bern". 9 von 10 geben an, glücklich zu sein. Eine beachtliche Quote. Der Spitzenreiter vom letzten Jahr (Ostschweiz) ist auf Platz 4 gerutscht und erreicht damit gerade mal noch den Landesdurchschnitt (83 %) . Etwas mehr Mühe geben mit dem Glücklichsein im Fernen Osten!
Bemerkenswert: Zweisamkeit macht glücklich (sagt die Studie!). 88 % aller Liierten sind glücklich, jedoch nur 73 % der Singles. Wobei ja nicht vorausgesetzt werden darf, dass alle Liierten zweisam oder gleich mehrfach liiert sind. Und ob diese Liaisons mit den jeweilen Partnern abgesprochen oder vor ihnen geheim gehalten werden. Wäre noch interessant zu wissen.
Jeder Vierte hat im Herz gekündigt
Nebenbei: Müsste das nicht "im Herzen" heissen? Lob vom Chef (oder der Chefin) ist für die Zufriedenheit von Mitarbeitenden wichtiger als der Lohn. Wir Menschen sind schon lustige Geschöpfe!
Das halbe Land hat ein Smartphone
Nein, dieses Mal ist es nicht geographisch gemeint. Ich habe immer noch keines und weiss auch noch nicht, wozu ich eines brauchen sollte. Musik, die mir wichtig ist, lagert auf einem 120 GB iPod.
Mehr Tote auf den Strassen
Will ich jetzt grad nicht lesen. Manchmal schütze ich mich vor gewissen Nachrichten. Zum Beispiel von den Morden in Toulouse. Ich will mir nicht vorstellen, wie Kinder erschossen werden. Oder in einem Reisecar zerquetscht. Und ich will mir auch deren Eltern nicht vorstellen, die mitten in der Nacht einen Anruf bekommen haben. Und ihre Kinder heute zu Grabe tragen.
Bin ich feige, wenn ich das nicht so genau wissen, keine Bilder davon sehen will?
Leonardo di Caprio stinkt
Er dusche selten, so heisst es, und möge keine Deos. Model Erin Heatherton hat jetzt genug von ihm. Warum haben diese Promis immer Models als Freundinnen? Nicht, dass ich ihnen die Models nicht gönnen würde, ich frag bloss.
Lindseys Neuer hat einen 5-Meter-Stab
Geht es noch etwas dümmer? Der angeblich neue Freund von Lindsey Vonn heisst Brad Walker und er ist nicht Schausteller in einem Kuriositätenkabinett, sondern Stabhochspringer. Ich mag Lindsey Vonn. Optisch viel mehr als zum Beispiel Erin Heatherton.
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Oh!! Ab morgen gibt es Panini-Bilder!! Leider zum ersten Mal seit 10 Jahren ohne Schweizer Spieler. Aber das Thema Fussball ist im Moment sowieso eher nicht geeignet, meine Laune zu heben.
Warum es Weltliteratur ist
Bernhard Schlink: Der Vorleser. Es mag Weltliteratur sein oder nicht. Die Tatsache, dass der Stoff mit Kate Winslet (lässt keine Nacktszene aus, aber sie hat halt auch den Busen dazu) verfilmt wurde, macht ein Buch noch nicht zur Weltliteratur.
Das 24-Stunden-Horoskop
Gilt für heute: Mal sehen, ob die Sterne den heutigen Katastrophentag vorausgesehen haben... Frühlingsanfang! Schon das Datum allein lässt Schmetterlinge in Ihrem Bauch tanzen und das Stimmungsbarometer in die Höhe schnellen... Knapp daneben.
Der Single des Tages
Stéphanie aus Aarau (18) ist auf der Suche nach einem speziellen Mann, der ein gutes Herz hat. Sie ist Fachfrau Gesundheit, Löwin, Macke: Schoggi (Schokolade, reist sie nach Norwegen, um welche zu kaufen?) und sie verliebt sich, "wenn alles stimmt". Endlich mal jemand, der nicht absolut bescheuerte Antworten gibt. Und nett aussehen tut sie auch.
Castorp Ende.
Nachtrag....
Einen Artikel hatte ich noch übersehen: Ahmedinedschad im ZDF-Interview: Wir lieben alle Menschen. Zwei Fragen... Spricht er da im Pluralis Majestatis oder meint er alle Perserinnen und Perser? Und hatte ich über das Thema "Wir lieben alle" nicht mal ein Post gemacht?







Zur Anmerkung "Monsterlawine": DAS frage ich mich auch immer bei Flugzeugabstürzen oder jüngst bei der Havarie der Costa.
AntwortenLöschenZur Anmerkung "Landkarte des Glücks": Ich habe mal gelesen, dass in irgendeinem Land (habe leider vergessen, in welchem) "Glück" sogar ein Schulfach ist. Ich glaube, es war irgendwo in Asien.
Zur Anmerkung "Mehr Tote auf den Straßen": Neulich war ich geneigt, an die Zeitung mit den vier großen Buchstaben zu schreiben, weil die allen Ernstes die Großeltern des einen überlebenden deutschen Kindes interviewt haben. Die Großeltern. Unglaublich finde ich das. Für die Großeltern ist das tragisch, aber doch nicht tragischer, als für alle anderen Großeltern auch. Ihr Enkel hat immerhin überlebt. O-Ton ungefähr: Unser Enkel hielt die Hand seines sterbenden Freundes. Btw. wurde dann auch noch berichtet, dass der Enkel (tzum Glück?) selber dabei bewusstlos war. Ich finde, weder solche Interviews noch die Leute haben was in der Zeitung zu suchen. Sollen wir nicht angeblich alle über 5 Ecken miteinander bekannt sein? In dem Fall würde ich doch auch interviewt werden müssen und Du und überhaupt jeder. Was für ein Quatsch.
Diese Post-Idee gefällt mir! Den castorpschen Pressespiegel aus dem abendlichen Boulevardblatt könntest Du eigentlich als Serie rausbringen. :-)
AntwortenLöschenDass die Berner glücklicher sind als die Zürcher wundert mich nicht. Wenn ich mir den ganzen Tag nur "Züritüütsch" anhören müsste, hätte ich auch schlechte Laune... ;-))
Und das mit den mehrfach Liierten ist ein interessanter Gedanke...
Und was die Berichterstattung zu den Verkehrstoten angeht: Nein! Du bist nicht feige. Das ist reiner Selbstschutz.
Dieses schreckliche Carunglück und auch die Ermordung zufällig ausgewählter Kinder in Toulouse übersteigt unsere Vorstellungskraft. Wenn man selber Kinder hat, kann man die Ohnmacht, den Schmerz und die unglaubliche Hilflosigkeit angesichts eines solchen wahr gewordenen Worst Case Szenarios ohnehin nachvollziehen. Sich dann noch die sensationslüsternen Fotos der verstorbenen Kinder und der verweifelten Eltern anzusehen, übersteigt das Mass des Erträglichen. Ich habe mich diesmal auch ganz bewusst aus der Berichterstattung in den Boulevardmedien ausgeklinkt. Weil es mir schlicht und ergreifend zu sehr an die Nieren geht. Das hat mit Feigheit nichts zu tun.
Ja, wirklich, eine tolle Idee, die sie da verwirklicht haben. Gratulation!
AntwortenLöschenIch würde mich ebenfalls freuen, wenn Sie diese Idee ab und zu weiterführen würden.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühlingsabend und für Morgen einen richtig guten Glückstag.
Ich kann mich den drei "Vor-Kommentatoren" anschließen, dass die Idee klasse ist. Auch in der Richtung, dass du die Nachrichten nicht einfach wiedergibst, sondern mit deinen eigenen Gedanken durchsetzt. Mit der Anzahl der selbst durchdachten Nachrichten hast du wahrscheinlich einige Zeit an dem Blog herum geschrieben. Ich selbst schiebe ein ähnliches Vorhaben vor mir her, denn als wir auf dem Stoffmarkt in Venlo waren, habe ich mir eine niederländische Zeitung gekauft. Diese Zeitung hat das richtige Format für mich: die ganzen Sonderrubriken wie Wissenschaft, Reisen, Kultur usw. sind in eine eigene Beilage hineingepackt, umgekehrt ist sie aber nicht so vollgestopft, dass die Inhalte nicht mehr zu übersehen sind. Zudem finde ich bei den niederländischen Zeitungen mehr eigene Denkansätze. Bei uns Deutschen fallen mir bestimmte Denkschemata auf: wir sind wirtschafts-basiert, denn das Thema Wirtschaftswachstum wird nicht in Frage gestellt, wir neigen stark zum politisieren, d.h. was aus der Politik kommt und welche Gesetze wir haben, das bestimmt unseren Alltag. Vieles kommt mir auch zu verklemmt vor, dass wir vielleicht wissen, dass wir nichts ändern können, und dass deswegen vielleicht gewisse Themen auch tabuisiert werden. Nochmal zu Zeitungen: bei uns in Deutschland habe ich das Problem, dass wir bei der Landschaft der Tageszeitungen (regional, überregional) die Mitte nicht richtig kennen. Die regionalen Tageszeitungen, das ist mir manchmal zu flach, weil mich z.B. Jubiläen von Kaninchenzuchtvereinen, verkaufsoffene Sonntage oder Schützenfeste nicht interessieren. Wenn man umgekehrt eine FAZ hat, die wirkt auf mich gleich intellektuell und spricht Leser mit einem niedrigeren Bildungsniveau gar nicht mehr an. Selbst ich habe da Probleme, diese ganzen Spezialthemen zu durchdringen. "De Volkskrant" hieß die Zeitung, die ich in Venlo gekauft hatte (sie liegt noch zu Hause), das ist so ein bißchen dieser Mittelweg zwischen eigenen, unabhängigen Denkansätzen und wie verständlich es geschrieben ist.
AntwortenLöschenSchönen Tag
Dieter